Internet-Präsenz des Deutschen Ruderverbandes (DRV)

One level up

Die Web-Seiten des Deutschen Ruderverbandes wurden ende 1997 von der sog. "Arbeitsgruppe Internet" des DRV erstellt. Im Laufe der Jahre hat sich diese Arbeitsgruppe auf ganze drei Mitglieder, nämlich Andreas König, mich selbst, sowie Arno Boes in seiner Eigenschaft als verantworliches DRV-Vorstandsmitglied, reduziert. Dabei zeichnet Andreas für das Gesamt-Layout sowie den redaktionellen Teil verantwortlich, während ich mich um die interaktiven Elemente der Seite (wie beispielsweise die sehr beliebte Bootsbörse) und andere technische Einzelheiten kümmere.

Leider besteht Andreas' redaktionelle Arbeit oft genug aus dem Abtippen von Texten und Daten aus gedruckten Verbandsorganen oder internen Mitteilungen. Auch meine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der interaktiven Bereiche sind aufgrund der Nutzung eines vergleichsweise teueren, aber leistungsschwachen Servers in den USA sehr begrenzt. Abhilfemassnahmen sind zwar allseits gewünscht und auch seit Jahren immer wieder diskutiert - ihre Durchführung scheint jedoch nach wie vor in weiter Ferne zu liegen. Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb des Verbandes sowie die permanente Unterschätzung des Wertes einer leistungsfähigen Internet-Präsenz schienen hierfür verantwortlich zu sein.

Mittlerweile sind Andreas und ich verantwortlich für künstliche Lebenserhaltung einer ursprünglich als Provisorium gedachten Internetpräsenz, mit der zunächst nur das Potenzial und die Akzeptanz der neuen Medien für unseren Sportverband aufgezeigt werden sollten. Beides sollte mittlerweile ausser Frage stehen - dies belegen unter anderem die für ein Provisorium recht hohen Zugriffszahlen, die Imageverbesserung des Verbandes aufgrund der kostenlosen Bereitstellung von Mehrwertdiensten für den einzelnen Ruderer (Beispiel Bootsbörse), sowie die zahlreich eingegangenen Verbesserungsvorschläge. Die erfolgreichen Internet-Portale verwandter Sportverbände sei hier nur am Rande erwähnt. Zusätzliches und weitaus grösseres Potenzial wird von engagierten Ruderfreunden aufgezeigt, die in Ermangelung besserer Angebote von Verbandsseite auf eigene Faust Dienste wie Meldehelfer, Fahrtenbuchprogramme, usw. entwickeln und bereitstellen. Dieser durchaus lobenswerte Einsatz birgt jedoch auch die grosse Gefahr der Bildung eines schier undurchschaubaren Dickichts unterschiedlicher Standards.

Es muss die Aufgabe des Verbandes sein, die Definition solcher Standards ("wie sieht die Struktur einer Regattameldung aus?") zu fördern und zu koordinieren. Nur so können unter Einbeziehung neuer Medien die Daten des Rudersports in Deutschland (von der Liste der Migliedsvereine über das Wanderruder-Archiv bis hin zu gesammelten Regatta-Ergebnissen) über Jahre hinweg gesammelt und verfügbar gemacht werden. Auch der Austausch von Daten, z.B. zwischen verschiedenen Regatta-Softwaresystemen, wäre kein Problem mehr, was den Prozess der Regattaverwaltung von der Meldung bis zur Berichterstattung erheblich vereinfachen würde.

Der DRV sollte seine Chance zum Aufbau einer derartigen zukunftsweisenden Datenorganisation schnellstmöglich nutzen, anstatt die notwendigen Entscheidungen von Saison zu Saison zu vertagen. Schliesslich bedeutet eine Zunahme des oben beschriebenen Wildwuchses die Quadrierung des zur Systemeinführung nötigen Aufwandes. Dabei läge ein erster, grosser und doch kostengünstiger, Schritt in die richtige Richtung so nahe. Er ist in dem unten zum Download bereitgehaltenen Dokument beschrieben.

Wir sind sehr an Feedback zu unseren in diesem Dokument beschriebenen Ideen, sowie auch an Tipps zu deren Umsetzung interessiert. Vielleicht gelingt es uns mit vereinten Kräften, längst überfälliges endlich in Fahrt zu bringen.

Es geht um mehr als nur eine Webseite.

 
 

Rudern.de - Internetportal für den Rudersport in Deutschland
Konzeptstudie


(PDF, 395KB)

 
 
 
31.05.2002
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